Heute ist es soweit. Ich hab ein Jubiläum zu feiern. Keine Angst, ich werd nicht erst 15 (Mitlesende werden wissen, dass ich 22 bin).
Aber heute ist es auf den Tag genau 15 Jahre her, dass ich mein neues Herz bekommen habe.
Ich war erst 7 Jahre alt und kann mich an vieles auch nicht mehr erinnern, aber es gibt so Momentaufnahmen, die ich dazu noch in meinem Kopf habe.
Z.B. hatten meine Mum und ich Pizza bestellt. Für mich als 7jährige eh was aufregendes und ich war auch erst wenige Wochen aus dem Krankenhaus zurück. Die hatten erst Lieferprobleme und unsere Pizza kam später als erwartet. Gerade hatte ich mir ein Stück rausgeschnitten und auf der Gabel, da klingelte das Telefon. Und irgendwie hielt ich mit der Gabel inne und wartete erst mal drauf, wer der Anrufer war. Und dreimal dürft ihr raten. Es war das Krankenhaus, die haben ein Herz für mich.
Gutwar in dem Fall, dass ich so gut wie nüchtern ins Krankenhaus gekommen bin, das hätte wesentlich schlimmer sein können.
Ein weiteres Bild, das ich bei der Sache im Kopf habe, ist wie ich damals mit meiner Mum in unserem Mietshaus im Foyer stand und wir auf den Krankenwagen gewartet haben. Irgendwie wurden nämlich die bayrischen Rettungsdienste benachrichtigt (wir wollten ins Krankenhaus nach München), die fanden sich aber nicht zuständig, da wir in Ulm einem Ort in Baden-Württemberg wohnten. Hatten es aber auch nicht nötig den BaWülern Bescheid zu sagen. Die Tochter einer Nachbarin wartete mit uns da unten. Und irgendwie haben wir es dann doch noch rechtzeitig geschafft.
Nächstes Bild. Ich liege auf einer kalten Trage und die schieben mich durch die weißen sterilen Gänge zu den Voruntersuchungen (Größe, Gewicht, Blut abnehmen, Zugang legen usw.). Und ich hab den Lieblingsteddy von meinem Bruder mit. “Ted” hieß der. Ich weiß gar nicht ob er ihn noch hat.
Nächstes und letztes Bild. Die heben mich durch eine Art Durchreiche. Alles ist irgendwie weiß und klinisch silbern. Ich hab nur noch so ‘nen olles Krankenhaushemd an. Die Leute, die mich “in Empfang nehmen” trugen glaube ich weiße Kittel und hatten alle noch ihren Mundschutz auf. Der Teddy kam auch mit in den OP.
Meine nächsten Erinnerungen sind glaube ich ein paar Tage später. Ich höre Stimmen (Meine Mum, mein Vater, Ärzte, Schwestern, ich kann es nicht identifizieren. Ich schiebe meine Augenlider mit meinen Händen auf, alleine haben die noch nicht die Kraft. Ich mein, meinen Vater und meine Mutter gesehen zu haben, aber genau kann ich mich nicht erinnern. Aber der Teddy hat genauso einen Bauchverband, wie ich habe.
Ich war mal wieder unterwegs in Sachen Medikamenten. Hab meine übliche Portion für ca. 4 Monate geholt. In der Apotheke meines Vertrauens.
Mit Apotheken ist das so eine Sache. Braucht man nur eine Kleinigkeit sind sie austauschbar. Da ist eine wie die andere. Holt man aber mehr auf einmal oder regelmäßig etwas, finde ich es ganz praktisch eine Stammapotheke zu haben. In Ulm hatte ich so eine, in Augsburg stand ich vor 3 Jahren vor der Aufgabe mir eine neue zu suchen. Relativ lange hab ich einfach die genommen, die bei meiner Ärztin in der Nähe ist, einfach weil ich mir so einen Weg sparen konnte. Meine Ärztin zieht aber bald woanders hin und für alle anderen Medikamentenbesorgungen war die alte auch nicht so praktisch, da die doch weit außerhalb lag.
So stand ich wieder vor dem Problem neue Apotheke. Aber das Angebot ist groß und es dauerte nicht lange, bis ich in der Stadt der mürrischen Menschen eine Apotheke fand, die mir gefiel, v.a. auch weil Mitarbeiter immer motiviert und nett schienen und auch beim nervigsten, alten Mütterchen freundlich blieben.
Und heute war ich das zweite Mal dort um meine Großportion abzuholen. Und ich hab die gute Dame heillos überfordert.
Als erstes der Hinweis, dass das Rezept nicht ganz richtig ist. Der Arzt muss jetzt ein Ausrufezeichen hinter das einzelne Medikament machen, wenn die Menge von der gebräuchlichen Menge abweicht um zu beweisen, dass der/die Arzt das bemerkt hat
Was die sich alles ausdenken
Aber egal, werds mal meiner Ärztin ausrichten, die darf sich drüber ärgern.
Sie hat dann angefangen alles durchzuzählen. Hat ja auch seine Richtigkeit, muss ja gemacht werden. Hab währenddessen diverse Fragen ihrerseits beantwortet (“Nein, ich fahr nicht in den Urlaub, ich hol immer soviel, aber das halt nur ca. alle 4 Monate und nicht 12mal im Jahr”). Bevor sie mit der Abrechung anfing, sagte ich ihr noch, dass ich eine Quittung mit meinem draufgedruckten Namen drauf bräuchte (WICHTIG!!! Gabs schon mal Ärger mit meiner Krankenkasse).
Allerdings nicht laut genug. Schon schrieb sie den Namen mit Kugelschreiber auf die Quittung. Scheiße! Sagte ich ihr auch. Aber zu spät. Ganz verwirrt schaute sie mich an, als ich ihr erzählte, dass das u.U. zu Problemen führen kann. – Auch, wenn Name und Stempel mit Datum drauf ist? – Ja, hatten wir alles schon. – Das kann sie jetzt aber nicht mehr ändern, die Quittung kann sie nicht nochmal rauslassen.
Schönen Dank auch. Aber fehlende Ausrufezeichen bemängeln. Da bleibt mir nur noch in meiner unverbesserlich optimistischen Art zu hoffen, dass die Krankenkasse das so auch akzeptiert (Daumen drücken).
Hab dann das ganze Zeug in zwei Baumwolltaschen verpackt bekommen (Baumwolle, mit langen Henkeln, kein Papier!!) und ne Pfirsichwaschlotion dazu. Die kriegt dann wieder meine Mum, ich mag sowas net
Trotzdem geh ich nächstes mal wieder dahin. Freundliche fröhliche Menschen in einer mürrischen Stadt zu finden ist einfach zu selten, als dass ich das aufs Spiel setzen möchte.
Kleine Bilderserie mit Fotos von Sachen, bei denen man eigentlich glauben würde sie wären irgendwie in Photoshop oder sonstigem bearbeitet, aber nein, die Sachen sind so ziemlich sehr echt
Neben der Bahn selber ist das Nervigste am Bahn fahren wohl ein Funkloch bzw. die Masse der Funklöcher. Am Sinnvollsten ist es deswegen alle Gespräche, die nicht so wichtig sind auf die Ankunft zu verschieben. Wer das nicht kann, weil Geschäftliches, Termindruck oder ähnliches, der sollte sich möglichst kurz fassen.
ODER: Möglichst schnell sprechen. Neulich so erlebt:
Machts gut, ich lass mir mal eben mein Abendessen durch den Kopf gehen…
(Zu deutsch: Ich geh kotzen)…
Ich finds wirklich wirklich furchtbar, dass es solche Krankheiten gibt die einen Menschen sowas machen lassen. Wie der Typ, der im Bus seinen Sitznachbarn abgestochen hat und dann wohl anfing ihn zu essen.
So… die nächste Stunde stand ja eh schon länger an, allerdings hab ich das Thema spontan geändert, nach meinem Erlebnis heute.
Heute geht es um das Benehmen im Einkaufsladen.
Liebe Männer (der Vollständigkeit halber auch Frauen):
Wenn ihr euren Wagen mit Getränken (wobei Getränke in diesem Fall auf Bier, Bier und Cola beschränkt ist) vollpackt und dann entscheidet mitten im vollen Einkaufsladen “Ferrari” zu spielen und vom einen Ende zum anderen zu düsen (was in einem leeren Laden eindeutig besser funktioniert, schon ausprobiert ), dann tut bitte eines, bevor ihr das unschuldige junge Mädchen anfahrt, dass euch nicht so schnell eingeschätzt hat: BREMSEN!!!
Wär ich nicht so unheimlich elegant (Stil: Robben an Land) ausgewichen, hätt ich jetzt vermutlich den ein oder anderen blauen Fleck.
Also: Bremsen ist wichtig, wenn man mit dem vollbestückten Einkaufswagen im Laden Ferrari spielen will.
So. Es ist soweit. Meine Mum hats mir immer angedroht.
Kennt ihr solche Sätze?
“Warte nur, bis du mal in mein Alter kommst!”
“Wenn du erstmal so alt bist wie ich, dann…”
Dazu gehört auch noch der Satz:
“Wart nur bis du erstmal selber Kinder hast!” (aber soweit ist es wohl noch lange nicht )
Meine Mum war zwar älter, als ich jetzt bin, als sie diese Sachen sagte, aber das Schlimme ist… Es fängt schon an
Wenn ich mit jemandem schimpfe, sag ich Sachen, benutze Formulierungen, die ich definitiv von ihr hab. Ich heule bei Filmen, wenn sie romantisch, traurig oder fies sind. Wenn andere Leute heulen, muss ich auch, warum keine Ahnung…
Wirklich wirklich gruselig. Wie das wohl weitergeht?
Ja, ich stehe auf Filmmusik. Filmsoundtracks und Filmtitellieder sind toll. Man erinnert sich beim Hören an den Film, hat die entsprechenden Szenen im Kopf und freut sich über die Erinnerung daran.
So gings mir uch, als ich letzten Samstag mit Freundin H. im Kino saß und im Vorprogramm (oder in der Werbung, weiß ich nicht mehr so genau) dieses Lied lief:
(“Move on up” von Curtis Mayfield)
Ich kenne das aus dem schönen Popcornfilm “Kick it like Beckham” und ehrlich, ich liebe es… hab es abends rausgesucht und dacht, ich teile das mal der großen, weiten, deutschsprachigen Welt mit
Machts gut, ich genieß gerade den Urlaub und bin heute auf einer Hochzeit.