Archive for September, 2008

September 24th, 2008

Typische Kinobesucher

Posted in Gedanken by Ela

Ich gehe eigentlich gerne und so oft wie möglich ins Kino. Ich mag die Atmosphäre, die Filme auf Großleinwand in denen man total versinken kann und die Geschichten die auf ebendieser Leinwand erzählt werden.

Wenn man aber öfter dort zu finden ist, dann fallen einem mit der Zeit gewisse Regelmäßigkeiten bzw. gewisse Typen von Kinobesuchern auf. Und auch wenn ich annehme, dass in der weiten Welt des Internets irgendwo schon so eine Liste von Klischeekinobesuchern existiert, so möchte ich doch meine eigenen Beobachtungen niemandem vorenthalten :wink:

Die erste Großgruppe sind die Teenies:

  • Männl. Jugendliche, meist unter 16: Es geht meist drum, wer in der Gruppe der Coolste ist. Das äußert sich aber leider nicht in Hilfsbereitschaft, Rücksicht oder Freundlichkeit. Es zeichnet sich viel eher der aus, der am frechsten ist, am lautesten oder am vulgärsten. Und aus irgendeinem Grund wird Rülpsen als unheimlich erwachsen empfunden.
  • Weibl. Jugendliche, meist unter 18: Sie sitzen in den hintersten drei Reihen (bevorzugt die allerhinterste im Zwielicht), Beine oftmals angezogen und auf dem Sitz abgestellt, gerne mit Popcorn bewaffnet. Sie kichern bei jedem halbwegs anzüglichen Witz. Sie kichern auch sonst. Und sie lästern. Über unbekannte Marias, Dagmars, Leas, Steffis, Claudias und Sabrinas.
  • Gemischte Jugendliche unter 18: Egal ob es verschiedene Pärchen sind, die zusammen weggehen oder ob es die Clique ist, die einen Kinoausflug macht. Das Verhalten ist ähnlich. Die Jungs versuchen durch oben genanntes “cooles” Verhalten die Mädels zu beeindrucken. Das kann dann noch um so coole Sachen wie Pocorn werfen oder gegen die Sitze treten erweitert werden. Traurigerweise steigen die Mädels drauf ein und fühlen sich auch noch beeindruckt. Und kichern :roll:

Eine andere Großgruppe kann ich gar nicht benennen. Trotzdem gibt es aber noch mehr Klischeegruppen:

  • Die Intellektuellen: Oder zumindest die, die sich dafür halten. Meist Studenten (und in diese Gruppe muss ich manchmal rechnen) oder ältere Teenies, die viel Freizeit haben und Kino ihr Hobby nennen. Gut vorbereitet schauen sie sich den Kinofilm an. Haben alle Kritiken gelesen, kennen bis auf die Nebendarsteller der zweiten Reihe alle Schauspieler mit kompletter Filmographie und im ganz schlimmen Fall können sie auch benennen welche Schauspieler die Synchronstimme noch spricht. Was sie am meisten auszeichnet ist, dass sie oftmals einen ebenbürtigen aber gelegentlich auch einen unterlegenen Freund/ Kumpel/ Partner dabei hat, den er/ sie während des ganzen Films mit Informationen zulabert. Er/ sie ist die flüsternde Stimme in eurem Rücken, wegen der ihr den Film nicht genießen könnt. Aber, wir meinen das gar nicht böse. Wir sind nur so begeistert von der Materie, dass wir uns nicht vorstellen können, dass das jemanden nicht interessieren könnte :lol:
  • Vater-Sohn-Tag: Der Vater geht mit seinem Sohn (gelegentlich seiner Tochter) ins Kino. Weil seine Frau gesagt hat, er solle mal wieder Zeit mit seinem Sohn verbringen (es gibt auch den umgekehrten Fall Mutter-Tochter/Sohn, ist aber seltener). Die beiden kennen sich nicht gut. Er würde lieber in den Actionfilm gehen, aber sein Sohn ist erst 10. Der Sohn ist still, ob der ungewohnten Gegenwart seines Vaters. Meist gibt es auch ein Popcorn für den Sohn. Und ich übertreibe nicht. Ich habe schon öfter eine solche Konstellation beobachten dürfen und einmal hab ich wirklich erst nach Ende des Films, als der Sohn zum Vater sagte: “Können wir jetzt gehen?”, begriffen, dass die beiden zusammen da sind. Arme arme Welt!
  • Meine persönliche Lieblingskategorie: Das ältere Pärchen. Meist ab 50 aufwärts. Vermutlich waren sie schon länger nicht mehr im Kino, aber haben beschlossen, dass sie mal wieder gehen weil eine Literaturverfilmung läuft oder die Neuauflage eines Klassikers, den sie damals auch schon im Kino angeschaut haben. Sie fühlen sich ein bisschen deplaziert und unwohl. Alles wirkt so groß, so schnell und so laut. Die vielen Menschen verwirren sie. Eine kleine Packung Popcorn holen sie sich trotzdem. Das gibts jetzt auch salzig. Aber den Film, den genießen sie dann doch. Diese Pärchen nerven niemanden und stören den Film auch nicht. Und wenn sie mich fragen, wo in diesem großen Kino die Toilette ist, dann helfe ich auch gerne weiter :D
September 17th, 2008

Vorortleichen

Posted in Gedanken by Ela

Ich sitze im Bus und und schaue gelangweilt aus dem Fenster. Von einem der äußeren Dörfer muss ich in die Innenstadt Augsburgs. 2mal umsteigen muss ich auch. Und dabei beobachte ich die üblichen Zonen.

Dorf, keine 5 Stationen und ich bin umgeben von Feldern. Viele Felder. Das schönste im Moment, ein Blumen-zum-selber-schnippeln-Feld. Dahinter eine Kleingartensiedlung. Und man lese und staune, da folgt ein langgezogener Golfplatz. Immerhin.

Ging doch schneller als ich dachte, wir sind gerade am Rand eines größeren Stadtteils angekommen. Erst kommen die Häuser. Viele, je weiter wir reinfahren, desto mehr Familien haben pro Haus Platz. Und weil das ein großer Stadtteil ist und in der Nähe eine Klinik ist, gibt es hier einige Geschäfte. Ein Sportgeschäft, 2 Schuhgeschäfte, 2 Bäckereien, Apotheken, ein Eiscafé und einige andere.

Aber dazwischen sieht es immer wieder traurig und trostlos aus. Erstaunlich viele Geschäfte liegen brach. In alten, vom Schmutz braun gewordenen, ehemals beleuchteten Lettern steht an der einen Häuserwand “BÄCKEREI”. Drunter ist an der Glasscheibe, trüb vom Staub, noch ein alter Schriftzug zu lesen, der im gleichen Geschäft einen Schuster verkündet, allerdings teilweise abgekratzt. Und drinnen? Staub, abgebrochene Holzlatten, Leere.

Auf meiner Fahrt in die Stadtmitte sehe ich nicht nur eines dieser toten Geschäfte. Es werden immer mehr. Die Konditorei, die vorübergehend ein Kosmetikstudio war und jetzt ein Lagerraum für verschiedene Staub- und Holzarten ist. Die kleine Boutique, die den größeren internationalen Geschäften weichen musste. Ich wünschte irgendjemand würde was aus dem leerstehenden, verschenkten Platz machen. Aber die Vermieter/Verkäufer verlangen vermutlich dieselbe Miete wie früher, die man mit Strom- und Heizkosten bei der Lage nicht mehr zahlen kann. Und so wird auch niemand kommen.

Opfer der wachsenden Zivilisation könnte man sie nennen.

Ich drehe meinen Kopf und schaue mir auf der anderen Seite den Friseur mit den lustigen Perücken, das Eiscafé, vor dem die Omis sitzen und Kaffeeklatsch halten und das Nagelstudio an, das Bilder im Schaufenster hat, bei denen die Nägel so groß sind, wie mein ganzer Kopf.

September 10th, 2008

Es geht auch vernünftig

Posted in Unterwegs by Ela

Einige Tage nachdem ich diesen Artikel verfasst hatte, passierte mir etwas ähnliches.

Ich war mal wieder Besorgungen machen (irgendwie scheine ich kaum was anderes zu tun  :???: ) und suchte gerade im Kühlregal nach der Milch, als von irgendwo hinter mir Motorengeräusche lauter wurden. Nun ja, ich befand mich ja eigentlich in einem Supermarkt. Also keine Motorengeräusche, mehr der Versuch eines kleinen Kindes unter 10 Jahren ebensolche nachzuahmen. Einkaufswagenferrarinachwuchs (darf ich das Wort schützen lassen :mrgreen: ).

Doch da naht auch schon der Papa: “Nicht so schnell. Auf der Autobahn darfst du später mal schnell fahren, aber nicht hier.”

War eindeutig nicht der von neulich, der mich angefahren hat. Dann hoff ich mal für ihn, dass man auf Autobahnen immer noch schnell fahren darf, wenn sein Kleiner mal so weit ist ;)

September 5th, 2008

Ich verabschiede mich…

Posted in Allgemein by Ela

Ich bin bis Ende September mal wieder auf Verwandtenbesuch mit beschränktem Internetzugang. Für Lesematerial ist gesorgt. Ich mag es, dass man Artikel für die Zukunft einstellen kann :D