Manchmal sollte man sich selber nicht zu tief in die Augen schauen.
Ich hab es gestern getan. Und dabei zwei ziemlich helle Wimpern an meinem Auge entdeckt (bin sonst ziemlich dunkelhaarig).
Hab ich jetzt mein erstes graues Haar (bzw. die ersten zwei) entdeckt oder fehlte für die beiden nur die Farbe. Ist das jetzt als “blonde Strähne” zu interpretieren.
Bin ich jetzt alt oder bin ich nur komisch?
Würde echt gerne wissen ob das grau oder hell ist
Ich laufe durch die Straßen und gelegentlich oft kommen mir dabei Gruppen von männlichen jugendlichen entgegen. Aber nicht irgendwelche. Es ist der herausgeputzte “aufgestylte” cool angezogene Teil der Bevölkerung. Nach der neuesten Mode, mit Haarschnitten, die an die früheren Fußballfanfrisuren Vokuhila oder den Out-of-bed-Look erinnern treten sie im Rudel auf. Und irgendwie scheinen sie in letzter Zeit alle das gleiche Deo/Duftwässerchen zu benutzen. Ich kann sie riechen, bevor ich sie sehe. Wenn wir auf gleicher Höhe sind, fühle ich mich wie in einer kleinen vollgestopften Parfümabteilung in der jeder Duft alle 15min automatisch sprüht. Und meine Jacke riecht noch nach dem Zeug, wenn ich sie daheim an die Garderobe hänge.
Ich weiß nicht, ob das früher irgendwie anders war. Seit ca. 3 Wochen geht es mir jedenfalls immer wieder so. Oder ist das die neue Axe-Aktion, bei der man 2 Deos kombinieren soll, weil sie dann nochmal neu riechen. Riechen dadurch vielleicht alle gleich?? *Verschwörungskomplotte aufdeck*
Schenkt mir eine Nasenklammer, aber bitte eine stylish glitzernde
Ich freu mich über solche Innovationen. Es wird zwar noch einige Jahre dauern, bis das ausgereift ist, aber es zeigt doch für die Zukunft einen Ausweg aus der Spenderproblematik. Es gibt soviele Menschen die auf ein Organ warten und zu wenig Menschen, die bereit sind ein Organ zu spenden. Damit meine ich nicht diejenigen, die sich bewusst dagegen entschieden haben. Deren Meinung respektiere und akzeptiere ich. Ich meine die Menschen, die sich nach Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende dafür entscheiden würden. Nur leider haben sie sich damit noch nicht beschäftigt.
Ich möchte auch noch dazu sagen, dass ich froh bin über jeden Menschen, der nicht stirbt!
So ein Kunstherz würde es allerdings ermöglichen viel mehr Leute zu retten. Und auch wenn der Gedanke jetzt noch seltsam ist, ein Kunstherz in sich zu tragen (ein Schritt näher am menschlichen Roboter), dann denkt mal an künstliche Hüften und Kniegelenke. Wer hätte sich das vor einigen Jahrzehnten vorstellen können?
Vor laaaaaanger laaaaaaanger Zeit gab es mal eine Phase in der ich öfter Horrorfilme ausgeliehen und diese zusammen mit meinem Bruder angeschaut habe.
Einer war da dabei, der mir bis heute noch im Gedächtnis geblieben hat. Immerhin hat der dafür gesorgt, dass ich es nachts grundsätzlich vermeide in Spiegel zu schauen (ich weiß, dass ich eine Memme bin, das will ich an dieser Stelle nicht hören ). Into the mirror hieß der und die Story im Groben: Ex-Polizist, in dessen Vergangenheit irgendwas tragisches war, leitet den Sicherheitsdienst in einem neuen Kaufhaus, das bald eröffnet werden soll. So nach und nach ereignen sich dabei sehr tragische und durchaus horrormäßig-gruselige Todesfälle, die er natürlich versucht aufzuklären.
Diese gruseligen Todesfälle haben natürlich mit Spiegeln zu tun.
Jetzt war ich neulich mit Freundin Ch. im Kino (wir haben Das Lächeln der Sterne geschaut) und als wir wieder rausgingen fielen mir einige große Plakate auf, Titel: Mirrors
Urplötzlich fühlte ich mich an diesen damaligen Horrofilm zurückerinnert und lief hin um rauszufinden, was die Storry von Mirrors ist (auf den Plakaten war lediglich zu sehen, dass Kiefer Sutherland Hauptdarsteller ist). Und bingo. Exakt diese schöne japanische Filmstory US-amerikanisch aufbereitet (wie ja u.a. bei The Ring auch schon geschehen).
Und jetzt fühle ich mich richtig toll Anti-Mainstream, weil ich das japanische Original vor der Ami-Version gesehen habe!
Ich gehe eigentlich gerne und so oft wie möglich ins Kino. Ich mag die Atmosphäre, die Filme auf Großleinwand in denen man total versinken kann und die Geschichten die auf ebendieser Leinwand erzählt werden.
Wenn man aber öfter dort zu finden ist, dann fallen einem mit der Zeit gewisse Regelmäßigkeiten bzw. gewisse Typen von Kinobesuchern auf. Und auch wenn ich annehme, dass in der weiten Welt des Internets irgendwo schon so eine Liste von Klischeekinobesuchern existiert, so möchte ich doch meine eigenen Beobachtungen niemandem vorenthalten
Die erste Großgruppe sind die Teenies:
Männl. Jugendliche, meist unter 16: Es geht meist drum, wer in der Gruppe der Coolste ist. Das äußert sich aber leider nicht in Hilfsbereitschaft, Rücksicht oder Freundlichkeit. Es zeichnet sich viel eher der aus, der am frechsten ist, am lautesten oder am vulgärsten. Und aus irgendeinem Grund wird Rülpsen als unheimlich erwachsen empfunden.
Weibl. Jugendliche, meist unter 18: Sie sitzen in den hintersten drei Reihen (bevorzugt die allerhinterste im Zwielicht), Beine oftmals angezogen und auf dem Sitz abgestellt, gerne mit Popcorn bewaffnet. Sie kichern bei jedem halbwegs anzüglichen Witz. Sie kichern auch sonst. Und sie lästern. Über unbekannte Marias, Dagmars, Leas, Steffis, Claudias und Sabrinas.
Gemischte Jugendliche unter 18: Egal ob es verschiedene Pärchen sind, die zusammen weggehen oder ob es die Clique ist, die einen Kinoausflug macht. Das Verhalten ist ähnlich. Die Jungs versuchen durch oben genanntes “cooles” Verhalten die Mädels zu beeindrucken. Das kann dann noch um so coole Sachen wie Pocorn werfen oder gegen die Sitze treten erweitert werden. Traurigerweise steigen die Mädels drauf ein und fühlen sich auch noch beeindruckt. Und kichern
Eine andere Großgruppe kann ich gar nicht benennen. Trotzdem gibt es aber noch mehr Klischeegruppen:
Die Intellektuellen: Oder zumindest die, die sich dafür halten. Meist Studenten (und in diese Gruppe muss ich manchmal rechnen) oder ältere Teenies, die viel Freizeit haben und Kino ihr Hobby nennen. Gut vorbereitet schauen sie sich den Kinofilm an. Haben alle Kritiken gelesen, kennen bis auf die Nebendarsteller der zweiten Reihe alle Schauspieler mit kompletter Filmographie und im ganz schlimmen Fall können sie auch benennen welche Schauspieler die Synchronstimme noch spricht. Was sie am meisten auszeichnet ist, dass sie oftmals einen ebenbürtigen aber gelegentlich auch einen unterlegenen Freund/ Kumpel/ Partner dabei hat, den er/ sie während des ganzen Films mit Informationen zulabert. Er/ sie ist die flüsternde Stimme in eurem Rücken, wegen der ihr den Film nicht genießen könnt. Aber, wir meinen das gar nicht böse. Wir sind nur so begeistert von der Materie, dass wir uns nicht vorstellen können, dass das jemanden nicht interessieren könnte
Vater-Sohn-Tag: Der Vater geht mit seinem Sohn (gelegentlich seiner Tochter) ins Kino. Weil seine Frau gesagt hat, er solle mal wieder Zeit mit seinem Sohn verbringen (es gibt auch den umgekehrten Fall Mutter-Tochter/Sohn, ist aber seltener). Die beiden kennen sich nicht gut. Er würde lieber in den Actionfilm gehen, aber sein Sohn ist erst 10. Der Sohn ist still, ob der ungewohnten Gegenwart seines Vaters. Meist gibt es auch ein Popcorn für den Sohn. Und ich übertreibe nicht. Ich habe schon öfter eine solche Konstellation beobachten dürfen und einmal hab ich wirklich erst nach Ende des Films, als der Sohn zum Vater sagte: “Können wir jetzt gehen?”, begriffen, dass die beiden zusammen da sind. Arme arme Welt!
Meine persönliche Lieblingskategorie: Das ältere Pärchen. Meist ab 50 aufwärts. Vermutlich waren sie schon länger nicht mehr im Kino, aber haben beschlossen, dass sie mal wieder gehen weil eine Literaturverfilmung läuft oder die Neuauflage eines Klassikers, den sie damals auch schon im Kino angeschaut haben. Sie fühlen sich ein bisschen deplaziert und unwohl. Alles wirkt so groß, so schnell und so laut. Die vielen Menschen verwirren sie. Eine kleine Packung Popcorn holen sie sich trotzdem. Das gibts jetzt auch salzig. Aber den Film, den genießen sie dann doch. Diese Pärchen nerven niemanden und stören den Film auch nicht. Und wenn sie mich fragen, wo in diesem großen Kino die Toilette ist, dann helfe ich auch gerne weiter
Ich sitze im Bus und und schaue gelangweilt aus dem Fenster. Von einem der äußeren Dörfer muss ich in die Innenstadt Augsburgs. 2mal umsteigen muss ich auch. Und dabei beobachte ich die üblichen Zonen.
Dorf, keine 5 Stationen und ich bin umgeben von Feldern. Viele Felder. Das schönste im Moment, ein Blumen-zum-selber-schnippeln-Feld. Dahinter eine Kleingartensiedlung. Und man lese und staune, da folgt ein langgezogener Golfplatz. Immerhin.
Ging doch schneller als ich dachte, wir sind gerade am Rand eines größeren Stadtteils angekommen. Erst kommen die Häuser. Viele, je weiter wir reinfahren, desto mehr Familien haben pro Haus Platz. Und weil das ein großer Stadtteil ist und in der Nähe eine Klinik ist, gibt es hier einige Geschäfte. Ein Sportgeschäft, 2 Schuhgeschäfte, 2 Bäckereien, Apotheken, ein Eiscafé und einige andere.
Aber dazwischen sieht es immer wieder traurig und trostlos aus. Erstaunlich viele Geschäfte liegen brach. In alten, vom Schmutz braun gewordenen, ehemals beleuchteten Lettern steht an der einen Häuserwand “BÄCKEREI”. Drunter ist an der Glasscheibe, trüb vom Staub, noch ein alter Schriftzug zu lesen, der im gleichen Geschäft einen Schuster verkündet, allerdings teilweise abgekratzt. Und drinnen? Staub, abgebrochene Holzlatten, Leere.
Auf meiner Fahrt in die Stadtmitte sehe ich nicht nur eines dieser toten Geschäfte. Es werden immer mehr. Die Konditorei, die vorübergehend ein Kosmetikstudio war und jetzt ein Lagerraum für verschiedene Staub- und Holzarten ist. Die kleine Boutique, die den größeren internationalen Geschäften weichen musste. Ich wünschte irgendjemand würde was aus dem leerstehenden, verschenkten Platz machen. Aber die Vermieter/Verkäufer verlangen vermutlich dieselbe Miete wie früher, die man mit Strom- und Heizkosten bei der Lage nicht mehr zahlen kann. Und so wird auch niemand kommen.
Opfer der wachsenden Zivilisation könnte man sie nennen.
Ich drehe meinen Kopf und schaue mir auf der anderen Seite den Friseur mit den lustigen Perücken, das Eiscafé, vor dem die Omis sitzen und Kaffeeklatsch halten und das Nagelstudio an, das Bilder im Schaufenster hat, bei denen die Nägel so groß sind, wie mein ganzer Kopf.
So. Es ist soweit. Meine Mum hats mir immer angedroht.
Kennt ihr solche Sätze?
“Warte nur, bis du mal in mein Alter kommst!”
“Wenn du erstmal so alt bist wie ich, dann…”
Dazu gehört auch noch der Satz:
“Wart nur bis du erstmal selber Kinder hast!” (aber soweit ist es wohl noch lange nicht )
Meine Mum war zwar älter, als ich jetzt bin, als sie diese Sachen sagte, aber das Schlimme ist… Es fängt schon an
Wenn ich mit jemandem schimpfe, sag ich Sachen, benutze Formulierungen, die ich definitiv von ihr hab. Ich heule bei Filmen, wenn sie romantisch, traurig oder fies sind. Wenn andere Leute heulen, muss ich auch, warum keine Ahnung…
Wirklich wirklich gruselig. Wie das wohl weitergeht?
Ja, ich stehe auf Filmmusik. Filmsoundtracks und Filmtitellieder sind toll. Man erinnert sich beim Hören an den Film, hat die entsprechenden Szenen im Kopf und freut sich über die Erinnerung daran.
So gings mir uch, als ich letzten Samstag mit Freundin H. im Kino saß und im Vorprogramm (oder in der Werbung, weiß ich nicht mehr so genau) dieses Lied lief:
(“Move on up” von Curtis Mayfield)
Ich kenne das aus dem schönen Popcornfilm “Kick it like Beckham” und ehrlich, ich liebe es… hab es abends rausgesucht und dacht, ich teile das mal der großen, weiten, deutschsprachigen Welt mit
Machts gut, ich genieß gerade den Urlaub und bin heute auf einer Hochzeit.