Oktober 3rd, 2008
So, da bin ich doch endlich auch mal wieder…
Bin gut aus dem Urlaub zurückgekommen und hatte noch ein wenig Privates zu erledigen und jetzt das erste Mal wirklich Zeit mich zu melden.
Fürs Bloggen habe ich viel Stoff in der Tasche, die Artikel müssen aber auch erst mal geschrieben werden.
3 Wochen ohne Internet ist echt die Qual. Mehr als ab und zu Emails checken war kaum drin. Schön, dass ich dich wieder hab, liebes Internet.
Werd noch ein paar Tage in Ulm bei meinen Eltern verbringen und dann gehts Mitte nächster Woche zurück nach Augsburg, das neue Semester ruft. Und hoffentlich lauern da schon viele Geschichten aus Vorlesungen und Unialltag
September 24th, 2008
Ich gehe eigentlich gerne und so oft wie möglich ins Kino. Ich mag die Atmosphäre, die Filme auf Großleinwand in denen man total versinken kann und die Geschichten die auf ebendieser Leinwand erzählt werden.
Wenn man aber öfter dort zu finden ist, dann fallen einem mit der Zeit gewisse Regelmäßigkeiten bzw. gewisse Typen von Kinobesuchern auf. Und auch wenn ich annehme, dass in der weiten Welt des Internets irgendwo schon so eine Liste von Klischeekinobesuchern existiert, so möchte ich doch meine eigenen Beobachtungen niemandem vorenthalten
Die erste Großgruppe sind die Teenies:
- Männl. Jugendliche, meist unter 16: Es geht meist drum, wer in der Gruppe der Coolste ist. Das äußert sich aber leider nicht in Hilfsbereitschaft, Rücksicht oder Freundlichkeit. Es zeichnet sich viel eher der aus, der am frechsten ist, am lautesten oder am vulgärsten. Und aus irgendeinem Grund wird Rülpsen als unheimlich erwachsen empfunden.
- Weibl. Jugendliche, meist unter 18: Sie sitzen in den hintersten drei Reihen (bevorzugt die allerhinterste im Zwielicht), Beine oftmals angezogen und auf dem Sitz abgestellt, gerne mit Popcorn bewaffnet. Sie kichern bei jedem halbwegs anzüglichen Witz. Sie kichern auch sonst. Und sie lästern. Über unbekannte Marias, Dagmars, Leas, Steffis, Claudias und Sabrinas.
- Gemischte Jugendliche unter 18: Egal ob es verschiedene Pärchen sind, die zusammen weggehen oder ob es die Clique ist, die einen Kinoausflug macht. Das Verhalten ist ähnlich. Die Jungs versuchen durch oben genanntes “cooles” Verhalten die Mädels zu beeindrucken. Das kann dann noch um so coole Sachen wie Pocorn werfen oder gegen die Sitze treten erweitert werden. Traurigerweise steigen die Mädels drauf ein und fühlen sich auch noch beeindruckt. Und kichern
Eine andere Großgruppe kann ich gar nicht benennen. Trotzdem gibt es aber noch mehr Klischeegruppen:
- Die Intellektuellen: Oder zumindest die, die sich dafür halten. Meist Studenten (und in diese Gruppe muss ich manchmal rechnen) oder ältere Teenies, die viel Freizeit haben und Kino ihr Hobby nennen. Gut vorbereitet schauen sie sich den Kinofilm an. Haben alle Kritiken gelesen, kennen bis auf die Nebendarsteller der zweiten Reihe alle Schauspieler mit kompletter Filmographie und im ganz schlimmen Fall können sie auch benennen welche Schauspieler die Synchronstimme noch spricht. Was sie am meisten auszeichnet ist, dass sie oftmals einen ebenbürtigen aber gelegentlich auch einen unterlegenen Freund/ Kumpel/ Partner dabei hat, den er/ sie während des ganzen Films mit Informationen zulabert. Er/ sie ist die flüsternde Stimme in eurem Rücken, wegen der ihr den Film nicht genießen könnt. Aber, wir meinen das gar nicht böse. Wir sind nur so begeistert von der Materie, dass wir uns nicht vorstellen können, dass das jemanden nicht interessieren könnte
- Vater-Sohn-Tag: Der Vater geht mit seinem Sohn (gelegentlich seiner Tochter) ins Kino. Weil seine Frau gesagt hat, er solle mal wieder Zeit mit seinem Sohn verbringen (es gibt auch den umgekehrten Fall Mutter-Tochter/Sohn, ist aber seltener). Die beiden kennen sich nicht gut. Er würde lieber in den Actionfilm gehen, aber sein Sohn ist erst 10. Der Sohn ist still, ob der ungewohnten Gegenwart seines Vaters. Meist gibt es auch ein Popcorn für den Sohn. Und ich übertreibe nicht. Ich habe schon öfter eine solche Konstellation beobachten dürfen und einmal hab ich wirklich erst nach Ende des Films, als der Sohn zum Vater sagte: “Können wir jetzt gehen?”, begriffen, dass die beiden zusammen da sind. Arme arme Welt!
- Meine persönliche Lieblingskategorie: Das ältere Pärchen. Meist ab 50 aufwärts. Vermutlich waren sie schon länger nicht mehr im Kino, aber haben beschlossen, dass sie mal wieder gehen weil eine Literaturverfilmung läuft oder die Neuauflage eines Klassikers, den sie damals auch schon im Kino angeschaut haben. Sie fühlen sich ein bisschen deplaziert und unwohl. Alles wirkt so groß, so schnell und so laut. Die vielen Menschen verwirren sie. Eine kleine Packung Popcorn holen sie sich trotzdem. Das gibts jetzt auch salzig. Aber den Film, den genießen sie dann doch. Diese Pärchen nerven niemanden und stören den Film auch nicht. Und wenn sie mich fragen, wo in diesem großen Kino die Toilette ist, dann helfe ich auch gerne weiter
September 17th, 2008
Ich sitze im Bus und und schaue gelangweilt aus dem Fenster. Von einem der äußeren Dörfer muss ich in die Innenstadt Augsburgs. 2mal umsteigen muss ich auch. Und dabei beobachte ich die üblichen Zonen.
Dorf, keine 5 Stationen und ich bin umgeben von Feldern. Viele Felder. Das schönste im Moment, ein Blumen-zum-selber-schnippeln-Feld. Dahinter eine Kleingartensiedlung. Und man lese und staune, da folgt ein langgezogener Golfplatz. Immerhin.
Ging doch schneller als ich dachte, wir sind gerade am Rand eines größeren Stadtteils angekommen. Erst kommen die Häuser. Viele, je weiter wir reinfahren, desto mehr Familien haben pro Haus Platz. Und weil das ein großer Stadtteil ist und in der Nähe eine Klinik ist, gibt es hier einige Geschäfte. Ein Sportgeschäft, 2 Schuhgeschäfte, 2 Bäckereien, Apotheken, ein Eiscafé und einige andere.
Aber dazwischen sieht es immer wieder traurig und trostlos aus. Erstaunlich viele Geschäfte liegen brach. In alten, vom Schmutz braun gewordenen, ehemals beleuchteten Lettern steht an der einen Häuserwand “BÄCKEREI”. Drunter ist an der Glasscheibe, trüb vom Staub, noch ein alter Schriftzug zu lesen, der im gleichen Geschäft einen Schuster verkündet, allerdings teilweise abgekratzt. Und drinnen? Staub, abgebrochene Holzlatten, Leere.
Auf meiner Fahrt in die Stadtmitte sehe ich nicht nur eines dieser toten Geschäfte. Es werden immer mehr. Die Konditorei, die vorübergehend ein Kosmetikstudio war und jetzt ein Lagerraum für verschiedene Staub- und Holzarten ist. Die kleine Boutique, die den größeren internationalen Geschäften weichen musste. Ich wünschte irgendjemand würde was aus dem leerstehenden, verschenkten Platz machen. Aber die Vermieter/Verkäufer verlangen vermutlich dieselbe Miete wie früher, die man mit Strom- und Heizkosten bei der Lage nicht mehr zahlen kann. Und so wird auch niemand kommen.
Opfer der wachsenden Zivilisation könnte man sie nennen.
Ich drehe meinen Kopf und schaue mir auf der anderen Seite den Friseur mit den lustigen Perücken, das Eiscafé, vor dem die Omis sitzen und Kaffeeklatsch halten und das Nagelstudio an, das Bilder im Schaufenster hat, bei denen die Nägel so groß sind, wie mein ganzer Kopf.
September 10th, 2008
Einige Tage nachdem ich diesen Artikel verfasst hatte, passierte mir etwas ähnliches.
Ich war mal wieder Besorgungen machen (irgendwie scheine ich kaum was anderes zu tun
) und suchte gerade im Kühlregal nach der Milch, als von irgendwo hinter mir Motorengeräusche lauter wurden. Nun ja, ich befand mich ja eigentlich in einem Supermarkt. Also keine Motorengeräusche, mehr der Versuch eines kleinen Kindes unter 10 Jahren ebensolche nachzuahmen. Einkaufswagenferrarinachwuchs (darf ich das Wort schützen lassen
).
Doch da naht auch schon der Papa: “Nicht so schnell. Auf der Autobahn darfst du später mal schnell fahren, aber nicht hier.”
War eindeutig nicht der von neulich, der mich angefahren hat. Dann hoff ich mal für ihn, dass man auf Autobahnen immer noch schnell fahren darf, wenn sein Kleiner mal so weit ist
September 5th, 2008
Ich bin bis Ende September mal wieder auf Verwandtenbesuch mit beschränktem Internetzugang. Für Lesematerial ist gesorgt. Ich mag es, dass man Artikel für die Zukunft einstellen kann
August 29th, 2008
So, für alle, denen es noch nicht aufgefallen ist:
Oben links habe ich ein neues Banner eingebaut (unter genauer Anleitung meines Bruders, aber selber eingefügt).
Passend dazu möchte ich auf folgenden Blogeintrag hinweisen:
Rechtsextremismus im Internet
Find ich sehr sehr wichtig und gut geschrieben.
Und deswegen bleibt das Banner auch da oben und dem Artikel möchte ich mich auch anschließen.
August 27th, 2008
Heute ist es soweit. Ich hab ein Jubiläum zu feiern. Keine Angst, ich werd nicht erst 15 (Mitlesende werden wissen, dass ich 22 bin).
Aber heute ist es auf den Tag genau 15 Jahre her, dass ich mein neues Herz bekommen habe.
Ich war erst 7 Jahre alt und kann mich an vieles auch nicht mehr erinnern, aber es gibt so Momentaufnahmen, die ich dazu noch in meinem Kopf habe.
Z.B. hatten meine Mum und ich Pizza bestellt. Für mich als 7jährige eh was aufregendes und ich war auch erst wenige Wochen aus dem Krankenhaus zurück. Die hatten erst Lieferprobleme und unsere Pizza kam später als erwartet. Gerade hatte ich mir ein Stück rausgeschnitten und auf der Gabel, da klingelte das Telefon. Und irgendwie hielt ich mit der Gabel inne und wartete erst mal drauf, wer der Anrufer war. Und dreimal dürft ihr raten. Es war das Krankenhaus, die haben ein Herz für mich.
Gutwar in dem Fall, dass ich so gut wie nüchtern ins Krankenhaus gekommen bin, das hätte wesentlich schlimmer sein können.
Ein weiteres Bild, das ich bei der Sache im Kopf habe, ist wie ich damals mit meiner Mum in unserem Mietshaus im Foyer stand und wir auf den Krankenwagen gewartet haben. Irgendwie wurden nämlich die bayrischen Rettungsdienste benachrichtigt (wir wollten ins Krankenhaus nach München), die fanden sich aber nicht zuständig, da wir in Ulm einem Ort in Baden-Württemberg wohnten. Hatten es aber auch nicht nötig den BaWülern Bescheid zu sagen. Die Tochter einer Nachbarin wartete mit uns da unten. Und irgendwie haben wir es dann doch noch rechtzeitig geschafft.
Nächstes Bild. Ich liege auf einer kalten Trage und die schieben mich durch die weißen sterilen Gänge zu den Voruntersuchungen (Größe, Gewicht, Blut abnehmen, Zugang legen usw.). Und ich hab den Lieblingsteddy von meinem Bruder mit. “Ted” hieß der. Ich weiß gar nicht ob er ihn noch hat.
Nächstes und letztes Bild. Die heben mich durch eine Art Durchreiche. Alles ist irgendwie weiß und klinisch silbern. Ich hab nur noch so ‘nen olles Krankenhaushemd an. Die Leute, die mich “in Empfang nehmen” trugen glaube ich weiße Kittel und hatten alle noch ihren Mundschutz auf. Der Teddy kam auch mit in den OP.
Meine nächsten Erinnerungen sind glaube ich ein paar Tage später. Ich höre Stimmen (Meine Mum, mein Vater, Ärzte, Schwestern, ich kann es nicht identifizieren. Ich schiebe meine Augenlider mit meinen Händen auf, alleine haben die noch nicht die Kraft. Ich mein, meinen Vater und meine Mutter gesehen zu haben, aber genau kann ich mich nicht erinnern. Aber der Teddy hat genauso einen Bauchverband, wie ich habe.
August 23rd, 2008
Ich war mal wieder unterwegs in Sachen Medikamenten. Hab meine übliche Portion für ca. 4 Monate geholt. In der Apotheke meines Vertrauens.
Mit Apotheken ist das so eine Sache. Braucht man nur eine Kleinigkeit sind sie austauschbar. Da ist eine wie die andere. Holt man aber mehr auf einmal oder regelmäßig etwas, finde ich es ganz praktisch eine Stammapotheke zu haben. In Ulm hatte ich so eine, in Augsburg stand ich vor 3 Jahren vor der Aufgabe mir eine neue zu suchen. Relativ lange hab ich einfach die genommen, die bei meiner Ärztin in der Nähe ist, einfach weil ich mir so einen Weg sparen konnte. Meine Ärztin zieht aber bald woanders hin und für alle anderen Medikamentenbesorgungen war die alte auch nicht so praktisch, da die doch weit außerhalb lag.
So stand ich wieder vor dem Problem neue Apotheke. Aber das Angebot ist groß und es dauerte nicht lange, bis ich in der Stadt der mürrischen Menschen eine Apotheke fand, die mir gefiel, v.a. auch weil Mitarbeiter immer motiviert und nett schienen und auch beim nervigsten, alten Mütterchen freundlich blieben.
Und heute war ich das zweite Mal dort um meine Großportion abzuholen. Und ich hab die gute Dame heillos überfordert.
Als erstes der Hinweis, dass das Rezept nicht ganz richtig ist. Der Arzt muss jetzt ein Ausrufezeichen hinter das einzelne Medikament machen, wenn die Menge von der gebräuchlichen Menge abweicht um zu beweisen, dass der/die Arzt das bemerkt hat
Was die sich alles ausdenken
Aber egal, werds mal meiner Ärztin ausrichten, die darf sich drüber ärgern.
Sie hat dann angefangen alles durchzuzählen. Hat ja auch seine Richtigkeit, muss ja gemacht werden. Hab währenddessen diverse Fragen ihrerseits beantwortet (“Nein, ich fahr nicht in den Urlaub, ich hol immer soviel, aber das halt nur ca. alle 4 Monate und nicht 12mal im Jahr”). Bevor sie mit der Abrechung anfing, sagte ich ihr noch, dass ich eine Quittung mit meinem draufgedruckten Namen drauf bräuchte (WICHTIG!!! Gabs schon mal Ärger mit meiner Krankenkasse).
Allerdings nicht laut genug. Schon schrieb sie den Namen mit Kugelschreiber auf die Quittung. Scheiße! Sagte ich ihr auch. Aber zu spät. Ganz verwirrt schaute sie mich an, als ich ihr erzählte, dass das u.U. zu Problemen führen kann. – Auch, wenn Name und Stempel mit Datum drauf ist? – Ja, hatten wir alles schon. – Das kann sie jetzt aber nicht mehr ändern, die Quittung kann sie nicht nochmal rauslassen.
Schönen Dank auch. Aber fehlende Ausrufezeichen bemängeln. Da bleibt mir nur noch in meiner unverbesserlich optimistischen Art zu hoffen, dass die Krankenkasse das so auch akzeptiert (Daumen drücken).
Hab dann das ganze Zeug in zwei Baumwolltaschen verpackt bekommen (Baumwolle, mit langen Henkeln, kein Papier!!) und ne Pfirsichwaschlotion dazu. Die kriegt dann wieder meine Mum, ich mag sowas net
Trotzdem geh ich nächstes mal wieder dahin. Freundliche fröhliche Menschen in einer mürrischen Stadt zu finden ist einfach zu selten, als dass ich das aufs Spiel setzen möchte.
August 21st, 2008
Auf cracked.com gefunden.
Kleine Bilderserie mit Fotos von Sachen, bei denen man eigentlich glauben würde sie wären irgendwie in Photoshop oder sonstigem bearbeitet, aber nein, die Sachen sind so ziemlich sehr echt
Zu den Bildern
Meine Favorites: #11 (Down-Letters) und #6 (Black Hole in da House)
August 20th, 2008
Neben der Bahn selber ist das Nervigste am Bahn fahren wohl ein Funkloch bzw. die Masse der Funklöcher. Am Sinnvollsten ist es deswegen alle Gespräche, die nicht so wichtig sind auf die Ankunft zu verschieben. Wer das nicht kann, weil Geschäftliches, Termindruck oder ähnliches, der sollte sich möglichst kurz fassen.
ODER: Möglichst schnell sprechen. Neulich so erlebt:
LassmichredenwirsindgleichwiederineinemFunklochIchhabdieArbeitfertig15Adressenaufder einenund20aufderanderenUnterbrichmichnichtdakommtgleichwiedereinFunklochAußerdem hatmirdieXYZgesagtdassdunochnichtalleshastJahörhaltzudakommtgleicheinFunklochsonst würdichdochnichtsoschnellredenLachnichtdasistmeinErnst…